Morbus Dupuytren (Krallenfinger)

Bei diesem Krankheitsbild kommt es durch eine überschießende Kollagenbildung zu einer narbenartigen Verziehung des Handtellerbindegewebes. Dadurch ist der Patient nicht mehr in der Lage seine Finger zu strecken, was mit großen Schmerzen verbunden ist. Dies hat eine erhebliche Einschränkung der Hand zufolge, die wir allerdings erfolgreich mit Collagenase behandeln.

Bis vor kurzem war die Therapie der Krallenfinger rein operativ. Die Verfahren variieren von partiellen Resektionen des Stranges bis zur großzügigen Entfernung des befallenen Gewebes (Fasziektomien). Jeder Eingriff stellt ein erhebliches Weichteiltrauma dar und bedarf einer langwierigen Nachbehandlung. Oftmals kann es auch zu Wundheilungsstörungen und zu frühzeitigen narbigen Rezidivkontrakturen kommen.

Wir sind jedoch sehr erfolgreich in der Behandlung mit Collagenasen. Dabei wird in den Strang ein gewebeauflösendes Enzym (Xiapex) appliziert. Bereits 24 Stunden später ist der Strang durch das Enzym so vorbereitet, dass er problemlos unter Lokalanästhesie aufgestreckt werden kann. Kleinere Blutblasen heilen gewöhnlich innerhalb von einer Woche ganz problemlos aus. In diesem Bereich führen wir mitunter die meisten Anwendungen in Europa aus.

Nach der Behandlung ist der Patient in der Regel auch ohne Physiotherapie oder Streckschienen wieder schmerzfrei und in der Lage, die Hand in vollem Umfang zu gebrauchen. Wir haben bereits Patienten aus dem gesamten Bundesgebiet behandelt.

Krallenfinger: Behandlung mit Xiapex statt Operation

Beim Krankheitsbild der Krallenfinger, auch Morbus Dupuytren genannt, kommt es durch eine überschießende Kollagenbildung zu einer narbenartigen Verziehung des Handtellerbindegewebes. Im weiteren Verlauf der Krankheit ist der Patient nicht mehr in der Lage die Finger zu strecken. Die Funktionalität der Hand ist dadurch erheblich eingeschränkt.


Die Therapie war bis vor kurzem rein operativ. Seit ca. zwei Jahren stellt die Behandlung mit Kollagenasen als Alternative zur Operation eine überlegene Therapieoption dar. Dabei wird eine sogenannte Kollagenase, also ein gewebeauflösendes Enzym, in den Strang appliziert. Dieses Enzym nennt sich Xiapex. Bereits 24 Stunden später ist der Strang durch das Enzym so vorbereitet, dass er problemlos in einer Lokalanästhesie in unserer Praxis aufgestreckt werden kann. Wir behandeln die Dupuytren-Erkrankungen ausschließlich mit dieser Methode. Nachbehandlungen im Sinne von Ruhigstellung sowie krankheitsgymnastischer Nachbehandlung entfallen. Die Unterspritzung des Stranges kann beliebig häufig wiederholt werden, sodass Komplikationen im Sinne von Verletzungen der Arterie oder Nerven durch eine wiederholte operative Therapie vermieden werden.